
| Meldungen vollständig anzeigen | |
Abgasuntersuchung an Fahrzeugen mit EOBD
Mit Einführung der On-Board-Diagnose kommt auf die Werkstatt eine modifizierte Abgasuntersuchung zu.
Alle Fahrzeuge, die seit dem 1.1. 2000 in Europa eine Typzulassung erhalten, müssen mit der europäischen Variante der On-Board-Diagnose (OBD) ausgerüstet sein. Das europäische OBD-System ist in vielen Teilbereichen deckungsgleich mit der US-amerikanischen OBD II, so dass allgemein von OBD gesprochen wird.
Ziel der OBD ist es, dass die Technik selbstständig erkennt, wenn ein Defekt an abgasrelevanten Bauteilen auftritt, und dies dem Fahrer über die so genannte MIL-Lampe signalisiert. MIL steht für Malfunction Indicator Light, was so viel wie Fehlfunktionslampe heißt. Dem Fahrer soll durch Aufleuchten der MIL signalisiert werden, dass er unverzüglich die nächstgelegene Werkstatt - egal, ob frei oder an eine Marke gebunden - aufzusuchen hat, um den Fehler beheben zu lassen.
Die vom US-amerikanischen Gesetzgeber durchgesetzte Normierung der Schnittstelle ermöglicht, die OBD-Systeme sämtlicher Fahrzeuge mit einem standardisierten Diagnosesystem auszulesen. Standardisiert wurde also nicht nur der Diagnoseanschluss, sondern auch der gesamte Diagnoseumfang, so dass bei jedem Fahrzeug die gleichen OBD-Funktionen anzutreffen sind. Diese Funktionen sind beispielsweise das Auslesen der Prüfbereitschaft, die Anzeige der OBD-Diagnosedaten oder das Auslesen der abgasrelevanten Fehlercodes.
Technische Unterschiede
Die Modifikationen an der Technik eines OBD-Fahrzeugs beschränken sich in Europa hauptsächlich auf die zweite, nach dem Kat angeordnete Lambda-Sonde. Mit der Auswertung des zweiten Sondensignals überwacht das Steuergerät die Funktion des Katalysators. Als weitere Modifikationen kommen ein Sekundärluftsystem und ein System zur Erkennung von Verbrennungsaussetzern in Betracht. Die Ausgabe der Fehler erfolgt über so genannte P0-Codes. Auch diese sind standardisiert und somit bei jedem OBD-Fahrzeug gleich.
Bei der modifizierten Abgasuntersuchung für OBD-Fahrzeuge, deren Start für den 1.1. 2001 geplant ist, wird auf die genormte Schnittstelle und die damit verfügbaren Daten zugegriffen. Das bedeutet, dass künftig Daten wie Drehzahl und Kühlmitteltemperatur vom OBD-System zum Abgastester übertragen werden. Die AU wird daher in Zukunft weniger Zeit in Anspruch nehmen. Zudem entfällt die Störgrößenaufschaltung. Stattdessen wird der Fehlerspeicher mit einem standardisierten Diagnosegerät nach abgasrelevanten Fehlern abgefragt. Liegt ein solcher Fehler vor, gilt die AU als nicht bestanden. Gleiches gilt, wenn die MIL nicht funktioniert.
Um für die neue AU gerüstet zu sein, benötigt eine Werkstatt zusätzlich zum existierenden AU-Gerät ein dazu passendes Fehlerauslesegerät mit entsprechender OBD-Software.
Ob die modifizierte AU tatsächlich am 1.1. 2001 startet, hängt von der Bundesregierung ab. Nachdem die EU-Kommission dem deutschen Vorschlag offen gegenüber steht und dafür eigens einen modifizierten Paragrafen in die Richtlinie aufnimmt, sollte die Bundesregierung in der Lage sein, für Deutschland eine entsprechende Richtlinie zu erlassen. Der dann gültige AU-Ablauf ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Eine Tabelle mit dem neuen Prüfablauf finden Sie hier.
Quelle: AUTO-SERVICE-PRAXIS 5/3000, Bernd Reich Seite 34 Datum: 25.10.2000
|
|
 |
| Produktempfehlung |
|
|
| Gebrauchte Geräte |
|
| News / Feeds |
|
|
| Rückrufservice |
|
|
| Diagnosegerät testen |
|
|
| Aktuelle Software |
TEXA IDC4
PKW: Version 45 [mehr]
LKW: Version 24 [mehr]
Bike: Version 16 [mehr]
AGRI: Version 5 [mehr]
Weitere OmiNspect: Version 3
|
| Messen |
Amitec 2012 02.06.-06.06.2012
[mehr] |
|